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4. April 2013: Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach besuchte Schloß Broich

Fördermittel aus Berlin werden nun „verbaut“

Mit dem ersten Bauabschnitt wird nach der langen Frostperiode nun endlich im April die umfassende Sanierung des Schlosses Broich beginnen können. (Von links: Ulkrike Flach, Mülheimer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin und Heike Blaeser-Metzger, Prokuristin MST GmbH) Der Winter geht, die Bauarbeiter kommen. Mit dem ersten Bauabschnitt wird nach der langen Frostperiode nun endlich im April 2013 die umfassende Sanierung des Schlosses Broich beginnen können. Vor dem Start der Arbeiten informierte sich die Mülheimer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach, die sich in Berlin erfolgreich für die Bereitstellung von Fördermitteln engagiert hatte, bei der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) über die Pläne für dieses Jahr.
Nachdem im Herbst 2009 einige Steine aus der Ringmauer herausgebrochen waren und flugs eingeleitete Analysen ein drastisches Schadensbild ergaben, wurde der Torbogen bereits 2010 unverzüglich saniert. Notsicherungsmaßnahmen einiger Mauerbereiche folgten 2011. Diese ersten Schritte hatte das Land NRW mit Mitteln aus dem Denkmalschutzprogramm gefördert.

Nach umfassenden Detailuntersuchungen und darauf basierenden Kostenschätzungen, Zeit- und Maßnahmeplanungen sind in den Jahren 2011 und 2012 weitere Förderanträge an den Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie das Land NRW über die Bezirksregierung Düsseldorf gestellt worden.
Dank des „kurzes Drahtes“ der Mülheimer Bundestagsabgeordneten Ulrike Flach waren die Informationswege von und nach Berlin mehr als zügig. „Kaum lagen die Nachrichten über neue Denkmalschutz-Sonderprogramme vor, haben wir diese Informationen von Frau Flach auch schon erhalten und an unseren Fachberater Dr. Ägidius Strack weiterleiten können“, berichtet Prokuristin Heike Blaeser-Metzger: „Dieser hat die Antragsunterlagen dann oft binnen weniger Stunden erstellt, sodass der Weg nach Berlin extrem kurz war.“

Der Torbogen wurde bereits 2010 unverzüglich saniert.Wie wichtig der Erhalt dieses Bauwerkes ist, dessen älteste Mauersegmente aus dem Jahr 883 / 884 datieren, konnte Ulrike Flach offensichtlich nachdrücklich vermitteln: Kurz vor Weihnachten erreichte die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH, die im Schloß nicht nur ihren Firmensitz hat, sondern auch für Vermarktung und Erhalt des historisch herausragenden Bauwerkes verantwortlich zeichnet, die frohe Botschaft von der Bewilligung der Fördermittel für den ersten Bauabschnitt. Um die Gefährung der Passanten bzw. Behinderungen durch die Absperrzäune am Fahrrad- und Gehweg schnellstmöglich zu beseitigen, werden nun zuerst die Fassaden von Palas und Mansardbau an der Straßenseite einschließlich der Giebelwand saniert.

Mit dem zweiten Bauabschnitt in dem durch das „Holzkorsett“ abgestützten Bereich der Ringmauer, der akut einsturzgefährdet ist, soll möglichst ebenfalls noch in diesem Jahr begonnen werden. Auch dafür liegen Anträge in Berlin und Düsseldorf vor. Es gibt durchaus gute Signale seitens der fördernd Beteiligten, die Maßnahme angesichts der dringend erforderlichen Bestandssicherung auch weiterhin unterstützen zu wollen – handelt es sich doch bei dem Ensemble Schloss Broich zweifelsfrei um ein Kulturdenkmal „von nationaler Bedeutung“. Dementsprechend eng eingebunden sind auch die zuständigen Gremien der Denkmalpflege bei der Stadt Mülheim und dem Landeskonservator.

„Die Wurzeln des Ruhrgebietes gehen über Zechen und Bergwerkstradition weit hinaus. Wir können stolz sein, mit Teilen des Schlosses die älteste frühmittelalterliche karolingische Wehranlage im deutschen Sprachraum hier in Mülheim zu haben. Das hat auch meine Berliner Haushaltskollegen überzeugt und ich hoffe sehr, dass wir deshalb auch beim nächsten Bauabschnitt mit weiteren Bundesmitteln dabei sind“, berichtet Ulrike Flach.

Absperrzäune halten seit 2009 die Besucher auf Distanz zu den gefährdeten BereichenIn weiteren Teilabschnitten sollen – nach bisheriger Planung bis in das Jahr 2017 hinein – sämtliche Mauern, die Ruine des aus dem 9. Jahrhunderts stammenden Wehrturmes sowie die dem Innenhof zugewandte Fassade saniert werden. „Da die Arbeiten nur außerhalb der Frostperiode – die leider sehr lange anhalten kann, wie wir gerade erlebt haben – ausgeführt werden können, ist eine kürzere Bauzeit nicht realisierbar“, erklärt Heike Blaeser-Metzger, „zudem sind die Förderszenarien nicht vorhersehrbar. Deshalb sind wir sehr dankbar, diese beiden wichtigen Bereiche nun schnell sanieren zu können!“


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