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Archiv-Beitrag vom 30.09.2013Weiterer Bauabschnitt wird aus Berlin gefördert - Neue Schäden durch harten Winter


Während die umfangreichen und zeitintensiven Vorarbeiten, Analysen, Planungen, Abstimmungen und Antragsverfahren sich lange hinter den Kulissen abspielten, schreiten die Arbeiten an der bröckelnden Fassade nun erkennbar zügig voranMit dem lang ersehnten Frühling kam endlich sichtbare Bewegung in die Sanierung des Schlosses Broich. Während die umfangreichen und zeitintensiven Vorarbeiten, Analysen, Planungen, Abstimmungen und Antragsverfahren sich lange hinter den Kulissen abspielten, schreiten die Arbeiten an der bröckelnden Fassade seit April 2013 erkennbar zügig voran. Aus Berlin kam eine gute Nachricht zur weiteren Bezuschussung: Staatssekretärin Ulrike Flach, die sich bereits erfolgreich für Fördermittel für diesen Bauabschnitt engagiert hatte, erhielt die Mitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, dass sich der Bund auch an der Ringmauer-Sanierung mit bis zu 200.000 EUR aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV beteiligt. Die Freude darüber bleibt allerdings nicht ungetrübt; denn die letzten Winter mit extremer Feuchtigkeit und langen Frostperioden haben zu massiven neuen Schäden geführt.

Die Essener Firma Baufeld GmbH, versiert in der Sanierung historischer Bauwerke, hatte den Zuschlag für den Bauabschnitt an der straßenseitigen Fassade und am Giebel erhalten. Seit Mitte April werden nun die Fugen entfernt und Steine gereinigt. Nach der Mörtelproben-Analyse, die erneut von Prof. Bernhard Middendorf von der Universität Kassel erfolgte, wurden Rezepturen abgeleitet, sodass bis November 2013 die neue Verfugung aufgetragen werden kann. Parallel dazu wird eine Bleiabbdeckung am Treppengiebel angebracht, damit kein Regenwasser mehr wie bisher über Kronenfugen eindringen kann.

Weiterer Bauabschnitt wird aus Berlin gefördert! Neue Schäden durch harten WinterKein einfaches Unterfangen, denn die bisherigen Analysen wurden durch die Befunde bestätigt: Die Fassade ist ein „Patchwork“ aus unterschiedlichsten baulichen Epochen, aus Bruchsteinen mit Ziegelausbesserungen, mit teils tiefen Löchern, die mit Mörtel verfüllt und flachen Steinplatten ausgebessert wurden. Deshalb muss mit entsprechender Sensibilität eine später möglichst unsichtbare Sanierung oder ein Austausch des Ziegelmauerwerks und der Steine vorgenommen werden.

Wann welche Förderprogramme für die weiteren Bauabschnitte abrufbar sind, ist derzeit noch nicht absehbar. Einen Erweiterungsantrag hat Dr. Ägidius Strack, der als externer Fachberater der MST GmbH zur Seite steht, jedoch bereits gestellt: An dem historisch bedeutendsten Teil der Anlage, den spätkarolingischen Turmfragmenten aus dem 9. Jahrhundert, die als im deutschen Sprachraum einzigartig gelten, sind nach dem letzten Winter massive Schäden zutage getreten. Herausgebrochene Steine offenbaren beträchtliche Hohlräume, und dies auch – besonders bedenklich – in den Sockelbereichen. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr muss erneut eine Notsicherung errichtet werden. Diese Arbeiten sollen ebenfalls 2013 abgeschlossen werden.

Weiterer Bauabschnitt wird aus Berlin gefördert! Neue Schäden durch harten WinterAuch die anderen Mauern weisen einen schon für Laien erkennbaren, dringenden Sanierungsbedarf auf. Die MST GmbH hofft folglich, dass nicht weitere extrem ungünstige Wetterverhältnisse einen Wettlauf gegen die Zeit bescheren, sondern die Mauern bis zu den geplanten Zeitabschnitten „durchhalten“.

Die Anmietungen der Räume im Schloß werden jedoch nicht beeinträchtigt: Bei geräuschintensiven Arbeiten werden gebuchte Empfänge, Trauungen und sonstige Feierlichkeiten berücksichtigt und keineswegs akustisch „untermalt“. Gleiches gilt für die Veranstaltungen im Schloßhof.


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